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Pro Lehm in den Medien


Auf der Seite "Pro Lehm in den Medien" finden Sie exemplarisch einige Artikel aus Zeitungen, Zeitschriften und Fachzeitschriften, die im Laufe der Zeit über den Lehmbau-Fachbetrieb "Pro Lehm" in Langballig berichtet haben.

Pro Lehm bietet die entsprechenden Berichte sowohl aktuell als Volltext-Dokumente als auch zukünftig als pdf-Dokumente zum kostenlosen Download beziehungsweise kostenlosen Lesen auf seiner Homepage an.

Bei Fragen oder dem Wunsch nach weiteren Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.





Auszüge aus einem Artikel des Deutschen Akademischen Austauschdienstes "DAAD" von Oktober 2011:

(Alle Rechte an diesem Artikel seitens des Deutschen Akademischen Austauschdienstes "DAAD".)



Gefragt ist unternehmerischer Mut

Wissenschaft tritt Wirtschaft - Vielversprechende Projekte beim Workshop Flensburg

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„Glaubt an Euch, traut Euch, bleibt stur und geht Euren Weg“ – so lautete die Botschaft des Unternehmers Marius Bierig an die rund 50 junge Studierenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die sich in Flensburg zu einem Workshop getroffen hatten. Gebannt verfolgten alle den Lebensweg des Ingenieurs, der heute eine Firma für Lehmbau betreibt und Energieeffizienz groß schreibt. Auf die DAAD-Stipendiatin Mayra Herrena aus El Salvador wirkten seine unternehmerischen Erfahrungen mit allen Höhen und Tiefen wie eine Initialzündung: „Er hat mich bestärkt, und ich weiß jetzt, dass ich meine Ideen realisieren kann“, sagt die Studentin vom Karlsruher Institute of Technology.

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Doch welchen Weg auch immer die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unternehmerischem Mut gehen werden, ihre Studienzeit in Deutschland und ihre Begegnungen auf den Workshops des „Millennium Express“ werden weltweit auf dem Energiesektor Früchte tragen. Auch das weiß Unternehmer Marius Bierig aus seiner Zeit in Äthiopien zu berichten: „Die Erfahrung, woanders zu sein, ist das wertvollste Geschenk für einen guten Lebensweg.“







Artikel aus dem "Flensburger Tageblatt" von Mai 2011:

(Alle Rechte an diesem Zeitungsartikel seitens des Flensburger Tageblatts und des shz-Verlages.)


Lehmhaus beim Landmarkt

Ökologisch, preiswert und konkurrenzfähig: Aussteller präsentieren Baustoffe der Vergangenheit und Zukunft

Schleswig - Es ist bald wieder soweit: Am Sonntag, 15. Mai, findet der 12. Gottorfer Landmarkt mit über 170 Ausstellern ökologischer Produkte, Informations- und Unterhaltungsprogramm statt. Diese Bio-Branche sucht bundesweit ihresgleichen.

Das gilt auch für Marius Bierig und Ralf Thomsen. Die beiden Öko-Haus-Pioniere präsentieren ihre Firmen Pro Lehm und Kalk und Ton auf dem Landmarkt. Mit diesen setzten sie Maßstäbe beim ökologischen Hausbau. Sie verwenden nämlich fast ausschließlich die traditionellen Baustoffe Lehm, Kalk und Ton. Von der Industrie- und Handelskammer Flensburg wurden sie für ihre Arbeit 2009 mit dem "Innovations-Oskar" ausgezeichnet und auch am Markt behaupten sie sich zunehmend.

Um so weit zu kommen, mussten sich beide Männer theoretisch und praktisch umfassend ausbilden. Der gebürtige Münchner Bierig ist Agraringenieur, lernte von traditionellen Lehmbauern in Äthiopien und wurde in Flensburg anschließend Diplom-Ingenieur der Lehmtechnologie. Der Bredstedter Thomsen ist Maurer. Den Werkstoff Kalk hatte er schon lange für sich entdeckt, als er sich 2005 dazu entschloss, Bierigs Angebot mit einer Firma zu ergänzen.

Die von ihm verwendeten Materialien führen zu bestem Raumklima und können fast für den gesamten Hausbau eingesetzt werden. Innenausbau, Wärmedämmung, Verputzung, Farben aus Lehm und Kalk - die Angebotspalette der beiden Firmen, die eng zusammenarbeiten, ist groß.

"Wir blicken auf 17 Jahre Erfahrung zurück. Wir konnten das Material und seine Herstellung optimieren, und inzwischen sind wir teilweise preiswerter als die Großindustrie", erklärt Bierig. Seinen Partner Thomsen trägt vor allem die Überzeugung, etwas Gutes zu tun: "Unsere Produkte sind ökologisch, regeln bestens die Luftfeuchtigkeit und können keine Schadstoffe ausdampfen, weil keine drin sind." Besonders für Allergiker sind sie geeignet. Aber die verputzten Wände mit Kalk- und Lehmfarben sehen auch richtig gut aus.

Aber nicht nur auf dem Papier gibt es ambitionierte Energiesparmodelle, sondern Bierig ist auch in der eigenen Firma darauf bedacht, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Abgesehen von einem elektrisch betriebenen Mischer setzt der Unternehmer fast vollständig auf einen manuellen Produktionsverlauf. Dazu gehört das Sieben und Ansetzen mit Wasser." Außerdem stellen wir die Lehmsteine ganz klassisch in einem Handstrichverfahren her und lassen sie an der Außenluft trocknen." Das sei zwar vergleichsweise zeitaufwendiger, aber rentiere sich trotzdem, ist Bierig überzeugt. "Unsere Produkte sind im Vergleich zu industriell gefertiger Ware weniger verdichtend produziert." Die Vorteile: die großporigen Steine reagierten besser mit der Innenluft, die Herstellung sei frei von chemischen Zusätzen und lasse sich schnell anderenorts verwirklichen. "Das benötigte Startkapital ist außerdem sehr niedrig." Ein Grund, weshalb er sich Niederlassungen in anderen Teilen Deutschlands vorstellen kann, wenn die Nachfrage steigt. "Lehm kommt überall natürlich vor. Das spart lange Anfahrtswege und schafft eine regionale Infrastruktur mit Zulieferbetrieben und neuen Arbeitsplätzen."







Artikel aus der Zeitschrift "wirtschaft zwischen nord- und ostsee" in der Ausgabe von Februar 2010

(Alle Rechte an diesem Zeitschriftenartikel seitens der Zeitschrift "wirtschaft zwischen nord- und ostsee".)



Pro Lehm - Mit Null Technik Energie sparen

Wer glaubt, Lehmbauten gehören der Vergangenheit an, der sollte die Firma Pro Lehm in Langballig besuchen. Nunmehr seit sechzehn Jahren hat sich Inhaber Marius Bierig auf Baustoffe aus Lehm spezialisiert. Die neueste Entwicklung: ein mehrschichtiger Systemlehmstein für Außenwände. Damit rückt das Lehmhaus "als neue Dimension des Bauens" in greifbare Nähe. Zuvor hatte der Verein Flensburg Innovativ Bierigs Idee bereits mit dem Innovations-Oskar gewürdigt.

Der Systemlehmstein, der er innerhalb von drei Jahren entwickelt hat, kann aus bis zu sieben Schichten unterschiedlicher Materialien bestehen. "Er ist zwar im Vergleich zu herkömmlichen Baumaterialien etwas teurer", gibt Bierig zu bedenken, "dafür werden auf andere Weise Kosten gespart". Während beim konventionellen Hausbau sehr viele Arbeitsschritte nötig seien, könne der mehrschichtige Lehmbaustein ohne weiteren Mehraufwand verbaut werden.

Jeder der Lehmsteine hat einen Kern aus Blähton, der sich durch ein geringes Gewicht und gute Dämmeigenschaften auszeichnet. Hinzu kommen weitere Lehmschichten, Holzweichfaser-Dämmplatten sowie als Abrundung ein Lehmputz.

Künftig möchte Bierig auf dieser Basis vollständige Häuser bauen. Neben einer guten Isolation will er mit einem ausgereiften Energieversorgungskonzept punkten. Bierigs Plan: ein Gebäude, das ähnliche Eigenschaften wie ein Passivhaus besitzt, sich aber trotzdem davon unterscheidet: "Das Passivhaus funktioniert mit hochsensibler Technik", erläutert Bierig. "Das Lehmhaus dagegen kann mit quasi Null Technik die gleiche Leistung erbringen." Durch gute Dämmung und die das Raumklima beeinflussenden Eigenschaften des Lehms werde bereits viel Energie eingespart. Den restlichen Bedarf möchte er mit Hilfe von Voltaik-Anlagen decken und sogar einen Energieüberschuss produzieren. "Ein 120 Qudaratmeter großes Haus benötigt circa fünf bis sechstausend Kilowatt Strom im Jahr", rechnet Bierig vor, "eine entsprechende Voltaik-Anlage kann zwischen neuntausend und zehntausend Kilowatt Strom produzieren. Circa die Hälfte lässt sich also gewinnbringend ins Stromnetz einspeisen." Im ersten Schritt möchte der Unternehmer nun seine Pläne in einem Modellhaus umsetzen.

Aber nicht nur auf dem Papier gibt es ambitionierte Energiesparmodelle, sondern Bierig ist auch in der eigenen Firma darauf bedacht, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Abgesehen von einem elektrischen Mischer setzt der Unternehmer fast vollständig auf einen manuellen Produktionsverlauf. Ddazu gehört das Sieben und Ansetzen mit Wasser. "Außerdem stellen wir die Lehmsteine ganz klassisch in einem Handstrichverfahren her und lassen sie an der Außenluft trocknen." Das sei zwar vergleichsweise zeitaufwendiger, aber rentiere sich trotzdem, ist Bierig überzeugt. "Unsere Produkte sind im Vergleich zu industriell gefertigter Ware weniger verdichtend produziert." Die Vorteile: die großporigeren Steine reagierten besser mit der Innenluft, die Herstellung sei frei von chemischen Zusätzen und lasse sich schnell anderenorts verwirklichen. "Das benötigte Startkapital ist außerdem sehr niedrig." Ein Grund, weshalb er sich Niederlassungen in anderen Teilen Deutschlands vorstellen kann, wenn die Nachfrage steigt. "Lehm kommt überall natürlich vor. Das spart lange Anfahrtswege und schafft eine regionale Infrastruktur mit Zulieferbetrieben und neuen Arbeitsplätzen."

Vor ein paar Jahren sei er noch für seine "orthodoxe Idee der kleinbetrieblichen Herstellung" belächelt worden, erzählt Bierig freudig. Mittlerweile habe sich das grundlegend geändert. "Besonders durch ein steigendes Klimabewusstsein der Bürger und die aktuelle Klimadebatte befinden wir uns im Aufwind. Auch sei das Bauen mit Lehm gegenüber andern Verfahren konkurrenzfähig geworden. "Vor allem durch niedrigere Energiekosten und ein gesünderes Wohnen zahlt sich die Investition voll aus.", betont Bierig.








Artikel des Vereins "Flensburg Innovativ! e. V." aus dem Jahre 2009

(Alle Rechte an diesem Zeitungsartikel seitens des Vereins "Flensburg innovativ e. V.".)


And the Oskar goes to PRO-LEHM-Systemlehmbaustein!

Die Firma Pro Lehm arbeitet seit 15 Jahren an ökologischen UND ökonomischen Planungs-, Produktions- und Baukonzepten in Verbindung mit Lehm.

PRO LEHM ist es gelungen, einen Systemlehmstein aus mehreren Schichten Lehm zu entwickeln, der statisch ohne Probleme belastet werden kann. Somit entfällt das sonst notwendige Holzständerwerk und es können zukünftig massive, absolut schadstoffunbelastete Lehmwände gebaut werden.

PRO LEHM arbeitet mit dem regionalen Baustoff Lehm und bietet seinen Kunden ein Baukonzept an, das sich an die örtlichen Gegebenheiten und an individuelle Wünsche sehr gut anpassen kann.
Ein echter Handwerksbetrieb! Diese bahnbrechende Innovation wird im Baugewerbe in ganz Deutschland auf großes Interesse stoßen. Deshalb gilt es, die Funktionsfähigkeit unter Beweis zu stellen. PRO LEHM hat mit der Hilfe von Flensburg innovativ! begonnen, ein Musterhaus innerhalb der Werkshalle zu bauen.

Dort sollen die Materialvorzüge des System-Lehmbausteins präsentiert werden. Es wird gezeigt, wie einfach und in wenigen Arbeitsschritten ein Haus entsteht. Weniger Arbeitsschritte bedeuten weniger Fehler und weniger Fehler bedeuten geringere Kosten, sagt Herr Bierig, der Erfinder des System-Lehmbausteins.

Vor allem stehen jedoch die ökologischen Vorteile im  Vordergrund. Die verwendeten Baumaterialien vom Stein, Putz bis zum Dämmmaterial sind wiederverwertbar. Pro Lehm ist ein ökologisches Vorzeigeunternehmen und eine Bereicherung für den Standort Flensburg.








Artikel aus dem "Flensburger Tageblatt", Rubrik "Wirtschaft vor Ort" von Mittwoch, dem 11. November 2009:

(Alle Rechte an diesem Zeitungsartikel seitens des Flensburger Tageblatts und des shz-Verlages.)



Wo Flensburg am innovativsten ist

Der "Innovations-Oscar" soll vier beispielhaften Unternehmen Beine machen - mit insgesamt 80 000 Euro

Flensburg - Da kann man von echtem Startkapital reden: Zusammen 80 000 Euro gingen gestern abend an die vier Sieger des Ideenwettbewerbs um den "Innovations-Oscar" in der Phänomenta. Der Verein "Flensburg innovativ" hatte den Preis ausgelobt und gleichzeitig prominente Gäste aus Wirtschaft und Politk geladen - darunter der gerade vom Wissenschaftssekretär zum Wirtschaftsminister aufgestiegene Jost de Jager. Der CDU-Politiker lobte die eingereichten Konzepte als "Treibstoff wirtschaftlicher Entwicklungen und damit der Nährboden neuer Arbeitsplätze". Innovationen seien selten das Werk einzelner Erfinder, sondern eines funktionierenden Systems, in dem Erfindergeist und Wettbewerb sich gegenseitig begünstigen. Der Verzahnung von Hochschulen und Wirtschaft und einem reibungslosen Technologietransfer kommt deshalb eine gravierende Bedeutung zu.

Der Verein "Flensburg innovativ" speist sich aus 1,5 Millionen Euro, die die Stadtwerke auf einem Teilverkauf ihrer Komtel-Anteile erlösten. So hatte auch Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner gestern Abend auch berechtigten Grund zur Freude: "Es macht Spaß zu sehen, wie der Wettbewerb insgesamt und die ausgewählten Projekte im Speziellen aufzeigen, wie besonders stark das Potenzial an Kreativität und Innovation in Flensburg ausgeprägt ist."


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Zweiter Preis: Besser bauen mit Altbewährtem

Preisgünstig und ökologisch bauen - das ist das Ziel von Marius Bierig, Inhaber der Firma Pro Lehm. Seit gut 15 Jahren arbeitet er an entsprechenden Planungs-, Produktions-, und Baukonzepten in Verbindung mit dem Naturbaustoff. Beim Ideenwettbewerb errang der Unternehmer aus Langballig den zweiten Platz für seine neueste Innovation: ein aus mehreren Schichten bestehenden Systemlehmbaustein. Bierig will nun auf dem Betriebsgelände ein daraus bestehendes Musterhaus zu Demonstrationszwecken errichten. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert.







Artikel aus dem "Flensburger Tageblatt" von Mittwoch, dem 25. Februar 2005:

(Alle Rechte an diesem Zeitungsartikel seitens des Flensburger Tageblatts und des shz-Verlages.)




Seegras für den Hausbau - "Pro Lehm" geht neue Wege

Mit einem neuen Konzept will in Langballig Marius Bierig dem traditionsreichen Baustoff Lehm wieder auf die Sprünge helfen. Der Ingenieur für Lehmbautechnik setzt dabei auf die älteste und und natürlichste Verarbeitungstechnik.

Langballig - Der Langballiger Fachbetrieb für ökologisches Bauen "Pro Lehm" hat erste Erfahrungen mit Seegras als Beimischung in großformatige Lehmsteine gesammelt. "Eine erste Verbauung war von Erfolg gekrönt und ermutigt zu weiteren Testproduktionen", erklärte der Geschäftsführer Marius Bierig.

Für den Ingenieur für Lehmbautechnik liegen die bauphysikalischen Vorteile auf der Hand. "Seegras vermindert Risse und Schwund, verbessert den Wärmeleitwert und zudem ist Seegras als Zuschlagbaustoff an der Küste in reichem Maße vorhanden." Marius Bierig hat sich als Entwicklungshelfer in Äthiopien in die Lehmbautechnik eingearbeitet und sich vorgenommen, diesen umweltverträglichen und gesundheitsfreundlichen Baustoff für den europäischen Standard wieder zu entdecken und auf dem Markt zu etablieren.

Nach seiner Rückkehr aus Afrika machte er sich selbständig, gründete "Pro Lehm" und entwickelte ein kleinbetriebliches Konzept für die Produktion dieses Baustoffes. Als Fachbetrieb für ökologisches Bauen hat er sich auf die Herstellung von kleinformatigen und großformatigen Lehmbausteinen, Lehmputz und Lehmfarben spezialisiert. Marius Bierig baut auf die älteste Lehmverarbeitungstechnologie der Welt: die Nasslehmtechnologie.

"Pro Lehm" sei der einzige Betrieb in Deutschland, der diese traditionelle Produktionsweise unter modernen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anwendet und, fügt der Firmenchef hinzu: "Wir erfüllen alle Anforderungen einer ökologischen Baustoffproduktion."

Die von ihm entwickelte Produktionsweise steht im Gegensatz zu der heutigen industriellen Herstellung von Lehmsteinen. "Die hohe Verdichtung durch Hochdruckpressen hat negative Einflüsse auf die, das Raumklima beeinflussende, Wirkkraft der Lehmsteine", erklärt Marius Bierig. Weitere Vorteile seines Konzeptes: Alle anfallenden Rohlehme, auch die, die in der Industrie nicht verwendbar sind, können verarbeitet werden, ein angesichts immer knapper werdenden Ressourcen wichtiger Faktor. Zudem verarbeitet "Pro Lehm" den Erdaushub und ist damit nicht auf Lehmgruben angewiesen, greift beim Mischen hauptsächlich auf aufgefangenes Regenwasser zurück und bezieht Zuschlagstoffe wie Stroh oder Heu direkt von landwirtschaftlichen Betrieben in der Nachbarschaft und verbraucht minimale Energie, da die Trocknung nicht künstlich, sondern auf natürlichem Wege erfolgt.

Auf den Zuschlagstoff Seegras stieß Marius Bierig, als er erfuhr, dass die Entsorgnung für die Gemeinde sehr kostenaufwendig ist und sie nach alternativen Entsorgungsmöglichkeiten sucht. Marius Bierig sah eine Möglichkeit, Seegras in großformatige Lehmsteine zu integrieren. "Die Versuche ergaben, dass sich Seegras schnell und individuell beimischen lässt", so der Ingenieur und erste Verbauungen hätten in Neumünster hätten bewiesen, dass großformatige Lehmbausteine, denen Seegras bigemischt wurde, allen ökologischen Anforderungen gerecht werden.

Nach weiteren Testversuchen wird der Fachbetrieb von Bierig die Produktion Ende des Jahres aufnehmen. Die Gemeinde stehe dem Verfahren positiv gegenüber, so Bierig und sie plane, Lehmbaustoffe, denen Seegras beigemischt ist, für Neubauprojekte zu verwenden. Der Schwerpunkt von "Pro Lehm" liegt in den Bereichen Neubau, Denkmalpflege und Altbausanierung. Außerdem integriert der ökologische Fachbetrieb den Baustoff Lehm gezielt in alle Holz- und Massivbauten.








Artikel aus dem "Flensburger Tageblatt" aus dem Jahre 2002:

(Alle Rechte an diesem Zeitungsartikel seitens des Flensburger Tageblatts und des shz-Verlages.)

Minister wirbt für Lehmbauten

Schleswig-Flensburg - Der Baustoff Lehm ist umweltfreundlich, vollkommen unschädlich und wird - zum Bedauern von Umweltminister Klaus Müller - noch viel zu wenig verwendet. "Bauen mit Lehm - Perspektiven für Schleswig-Holstein" lautete gestern in Kappeln das Motto einer Tagung, bei der der Minister für den natürlichen Baustoff warb.

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Umweltminister Müller griff zur Maurerkelle

Großes Interesse an "Bauen mit Lehm"

Kappeln - "Fragen Sie ihre Bronchien und Sie wissen, warum Lehm ein der Gesundheit zuträglicher Baustoff ist", sagte gestern Umwelt- und Landwirtschaftminister Klaus Müller. Dann griff er zur Maurerkelle und mörtelte, assistiert von Marius Bierig, der vom Baufach ist, Lehmsteine auf.

"Bauen mit Lehm - Perspektiven für Schleswig-Holstein", so lautete gestern in Kappeln das Motto einer Tagung. Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, die Wirtschaftsförderung und der Technologietransfer des Landes sowie die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen hatten eingeladen - und die Resonanz konnte sich sehen lassen. Rund hundert Interessenten aus dem ganzen Land - Ingenieure, Architekten, Vertreter des Landamtes für Denkmalpflege, vom Baudezernat des Nordelbischen Kirchenamtes, Bürgermeister bis hin zu Leuten, die sich einfach nur schlau machen wollten - ließen sich von Praktikern über das Bauen mit Lehm informieren.

Lehm ist einer ältesten und zugleich modernsten Baustoffe, beeinflusst positiv das Wohmklima. Dennoch wird er zum Leidwesen von Minister Müller im Vergleich zu anderen Baustoffen nur selten verwendet. Mit der gestrigen Veranstaltung sowie einer Studie, sagte er, "wollen wir dem Bauen mit Lehm neue Impulse geben". Nicht zuletzt auch deshalb, weil Lehm in der Region ausreichend verfügbar sei. Kurze Transportwege und geringer Energieverbrauch bei der Ziegel-Herstellung dienten zudem dem Klimaschutz. 90 Prozent des Lebens verbringe der Mensch in geschlossenen Räumen, und er habe es verdient, von einem umweltfreundlichen und der Gesundheit zuträglichen Baustoff umgeben zu sein.

Lehm sei ein Material, das sich auch gut für Umbauten in Häusern verwenden lassen. Im Fall eines Abrisses sei er zudem natürlicher Abfall und kein Sondermüll, so Müller.







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Marius Bierig
Telefon: 04636 - 97 99 827
Mobil: 0175 - 124 22 36
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